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Wie immer ein herzliches Willkommen!

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12.02.2019

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Berlin. „Bei dir fällt der Jroschen aba ooch fennichweise!“, sagte Frau Bolle zu Frau Kowalsky und erklärte ihr die scheinbar offenkundige Tatsache, dass gerade immer so viel in der Welt passiert, dass die Zeitung genau bis zur letzten Zeile auf der letzten Seite voll wird. „Kiek inne Morgenpost, nüscht üba!“ Nun, das Weltgeschehen wird von den Kolleginnen und Kollegen je nach Umfang gestreckt oder eingedampft, bis es in die Ausgabe passt. Es kann schon einmal passieren, dass ein Aufmacher während der Produktion zum Einspalter schrumpft, wenn eine neu her-einkommende Topmeldung alle anderen Nachrichten relativiert.

Die Kolumne an dieser Stelle hat zumindest einen Vorteil und eine Konstante: jedes Mal eine feste Länge, genau 105 Zeilen Text. Das reicht, um einige Beispiele aus dem schier unerschöpflichen Vorrat der deutschen Rechtschreibung, Grammatik und Stilistik zu erörtert, ist aber viel zu kurz, um sämtliche Ausnahmen, Möglichkeiten und Schreibweisen aufzuführen. Insofern freue ich mich, als Ruheständler für den Rest der Woche keine Langeweile zu haben, sondern eine Flut von Zusatzfragen unserer Leser beantworten........

© Berliner Morgenpost