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Der seltsame Held von Davos

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26.01.2019

Natürlich werden am WEF, dem Treffen von 3000 Entscheidungsträgern, die grossen Probleme der Welt nicht gelöst. Auch wenn der Anspruch von Gründer Klaus Schwab lautet: «Den Zustand der Welt verbessern». Doch das WEF ist gut darin, Probleme zu identifizieren und auf die politische Agenda zu setzen.

Das ist nicht wenig und eine Voraussetzung dafür, Lösungen zu entwickeln. Und weil sich in Davos viele kluge Leute austauschen – darunter eine ganze Schar Nobelpreisträger –, müsste man meinen, dass in der Bergluft die richtigen Probleme besonders früh erkannt und diskutiert werden.

Am Ende dieser Woche bleibt eine Haupterkenntnis: Neuerdings wird China von den «Davos Men» vor allem als Gefahr gesehen. Das Riesenland, eben noch hofiert von den westlichen Unternehmen und auch vielen Regierungen, ist der neue Bösewicht. Auf die Agenda gesetzt wurde dieses Thema allerdings nicht von den klugen Köpfen am WEF. Sondern von einem Anti-Intellektuellen, vom bekanntesten Gegner der Eliten: von US-Präsident Trump, dem grossen Abwesenden.

Sein Mantra – China die Stirn bieten, sich im Freihandel nicht alles gefallen lassen – teilen inzwischen fast alle, abgesehen von den Chinesen selbst. Trump........

© Aargauer Zeitung